Digitale Selbstabrechnung – Make or Buy?
Die Heizkostenabrechnung einfach selbst erstellen? Das versprechen digitale Partner und scheint in der Theorie eine gute Idee zu sein. Nur ist es wirklich so einfach und lohnt es sich?

Die Mitglieder der Immobilienwirtschaft suchen zunehmend nach Lösungen, um sich von Wettbewerbern abzusetzen und Ihre Immobilien effizienter und nachhaltiger zu bewirtschaften. Fest steht, die Lösungen sollen „digital“ sein. Oftmals reicht eine einfache digitale Lösung nur nicht aus, wenn zusätzlich soll die Lösung auch einen Effekt auf das Betriebsergebnis haben. Hier liegt es demnach nah, zusätzliche Services mit aufzunehmen, die zuvor durch einen Dienstleister erledigt wurden.

Berichte über Margen der Messdienstleister stoßen den Gedanken der Selbstabrechnung an

Die Immobilienwirtschaft wird durch Berichte der Medien immer wieder auf die Margen der Messdienstleister aufmerksam gemacht und bekommt oftmals durch seine aktuellen Dienstleister nicht die Servicequalität geboten, die zu erwarten wäre.
Gerade größere Immobiliengesellschaften beschäftigen sich deshalb mit der Selbstabrechnung, zumal digitale Services, neue gesetzliche Anforderungen in Bezug auf offene Funk-Standards und vollumfängliche Abrechnungs-Softwares den Einstieg vereinfachen. Wer sucht, der wird Erfahrungsberichte finden, in denen Immobiliengesellschaften erfolgreich darüber berichten, wie sie den Schritt in die Selbstabrechnung gegangen sind.

Gibt es Erfahrungsberichte, in denen der Schritt in die Selbstabrechnung rückgängig gemacht wurde?

Wer diesen Schritt wagt und damit Erfolg hat, spricht gerne über sein Projekt, doch niemand berichtet darüber, dass so ein Projekt eingestellt oder sogar rückabgewickelt wurde.
Dabei gibt es Unternehmen, die sogar nach mehreren Jahren in der Selbstabrechnung, zurück zu einem Messdienstleister gegangen sind. Gründe für die Wende sind oftmals steigende gesetzliche Anforderungen wie die EED oder ein starker Bestandszuwachs, dem die eigene Abteilung „Heizkostenabrechnung“ nicht mehr gewachsen ist.
Die Herausforderungen, die eine Selbstabrechnung mit sich bringt, sind extrem umfangreich. Zwar wird oft von offenen Funkschnittstellen wie OMS gesprochen, nur bedeutet dies noch lange nicht, dass einfach alle Geräte ohne Probleme abgelesen werden können, oder wussten Sie, dass OMS-Geräte einen digitalen Schlüssel besitzen?
Zusätzlich wird vernachlässigt, dass man nun auch dafür verantwortlich ist, den Service, Austausch und die Finanzierung der Messtechnik zu organisieren. Es muss der gesamte Hardware-Bestand sauber nachgehalten werden und auf einmal steckt man in der Zusammenarbeit mit dem Eichamt.

Wie stellt man sich nun clever auf?

Ob der Schritt in die Selbstabrechnung vorteilhaft ist oder man die bisherige Partnerschaft mit seinem Messdienstleister ausweitet, hängt immer von der Immobiliengesellschaft und deren Strategie ab.
Wir sind der Meinung, man sollte sich alle Optionen offenen halten. Das bedeutet, dass man die Strategie mit einen aktuellen Messdienstleister sauber vorbereiten sollte. Wichtig sind demnach klare Vereinbarungen in Rahmenverträgen und die Angleichung der Messtechnik auf einen Standard. Zusätzlich sollten die Vertragslaufzeiten angepasst werden, um über die nächsten 3 – 4 Jahre eine saubere Messtechnik- und Vertragssituation zu gestalten.
So bewahrt man sich die Flexibilität, in Zukunft den Schritt in die Selbstabrechnung zu wagen, oder einfacher den Dienstleister zu wechseln.

Hierbei möchten wir die Immobilienwirtschaft unterstützen. Wir sind ihr starker Verhandlungspartner und achten darauf, dass ein klarer und Zeitgemäßer Rahmenvertrag entwickelt wird, der Ihnen nachhaltig mehr Flexibilität bietet.

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