Marktsituation
Wie ist der Markt verteilt und welche Schwierigkeiten gibt es?

Submetering Marktsituation  

In Deutschland gibt es vor allem zwei große Unternehmen, die mehr als die Hälfte des Marktes ausmachen. Zum einen gehört dazu das Unternehmen „Techem“, mit ihrem Sitz in Eschborn, Hessen und zum anderen das Unternehmen ista International mit Sitz in Essen. Beide Unternehmen zusammen erzielten im Jahr 2020 einen Umsatz von ca. 1,7 Milliarden Euro. Neben diesen beiden Platzhirschen gesellen sich noch wenige weitere Unternehmen, die gemessen an der Anzahl ausgegebener Messtechnik, insgesamt ca. 84% des deutschen Submetering-Markts untereinander aufteilen.

200+ Unternehmen

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Wie lukrativ die Branche ist, zeigt sich schnell an den hohen Summen, die Investoren bereit waren zu zahlen, um die beiden Unternehmen Techem und ista für über neun Milliarden Euro zu übernehmen. 

Schleppende Verbesserungen auf dem Submetering-Markt 

Grundsätzlich führen drei Aspekte des Submetering-Marktes dazu, dass sich die Situation für Hausverwaltungen und Mieter nur recht schleppend verändert. Zum einen ist das vorherrschende Oligopol. Dies sorgt dafür, dass der Wettbewerb stark eingeschränkt ist und die Markteintrittsbarrieren entsprechend hoch sind. Zusätzlich stehen die Preise, die die Messdienstleister für Ihre Dienstleistung erheben können, somit nicht wirklich unter einem starken Wettbewerbsdruck und sind dadurch auch entsprechend hoch.

Darüber hinaus sind die gesetzlich festgelegten Eichfristen für die verbaute Messtechnik ebenfalls problematisch, da sie für Kaltwasserzähler 6 Jahre beträgt (Ordnungsnummer 5.5.1 der MessEV) und für Warmwasserzähler (Ordnungsnr. 5.5.2) sowie für Wärme- und Kältezähler (Ordnungsnr.7.1) jeweils 5 Jahre. Da die Mietverträge der Messtechnik in der Regel der Eichfrist bzw. der Batterielebenszeit der jeweiligen Zähler entsprechen und vorzeitige Wechsel mit hohen Kosten verbunden sind, ergibt sich häufig eine faktische Vertragslaufzeit von 30 Jahren.
Schlussendlich werden dazu häufig proprietäre Zählersysteme von den oligopolistischen Messdienstleistern verwendet, welche nicht kompatibel mit den Zählersystemen anderer Anbieter sind. Dies führt in der Regel ebenfalls dazu, dass die gesamte verwendete Messtechnik bei Wechsel des Messdienstleisters ausgetauscht werden muss, was zu erhöhten Aufwänden führen kann. Hierbei wäre es wichtig den Fokus beim Wechsel auf Geräte des Open-Metering-Systems (OMS) zu setzen. 

Handlungsoptionen für Hausverwalter 

Im Grunde genommen ergeben sich für die Immobilienwirtschaft drei Handlungsoptionen, die jeweils von der Größe der eigenen Unternehmung stark abhängig sind. 

1. Eigenes Messdienstleistungsunternehmen 

Für sehr große Verwaltungsgesellschaften ist es unter Umständen sinnvoll, den gesamten Submetering-Prozess selbstständig bzw. über eine Tochterunternehmung im eigenen Konzern abzudecken. Da der Aufwand zum Aufbau so einer Unternehmung und die fortlaufenden Kosten entsprechend hoch sind, ist dieser Schritt lediglich bei einem sehr hohen Bestand lohnenswert. 

2. Teil-Management-Lösung 

Für größere Wohnungsunternehmen kann ebenfalls eine Teillösung sinnvoll sein, in der gewisse Bereich der Wertschöpfungskette von Messdienstleistern (bspw. die Ablesung oder Abrechnung) von den Verwaltungsunternehmen selbstständig abgebildet werden. Neben möglicher Kostenersparnisse sind hierbei ebenfalls weitere Nebeneinkünfte attraktiv. 

3. Vollständiger Fremdleistungsbezug von Messdienstleistern 

Die letzte Option wird für die allermeisten Hausverwaltungen in Deutschland weiterhin die beste Option bleiben, schlichtweg weil der Submetering-Markt im Bezug auf neue Technologien (siehe Smart-Meter-Gateway) noch in einer Findungsphase ist und darüber hinaus in den nächsten Jahren weitere gesetzliche Regelungen zu erwarten sind, die dann den Messdienstleistern obliegen. Dennoch lässt sich im Zusammenspiel zwischen den Wohnungsunternehmen und Messdienstleistern häufig vieles verbessern.

 

 

Es ist häufig ratsam, die historisch herangewachsenen Verträge zwischen Wohnungsunternehmen und Messdienstleistern im Zuge einer Neuausschreibung zu optimieren. Hierbei ist es wichtig den End-to-End-Prozess vollständig nachvollziehen zu können, die richtigen, zukunftsorientierten Fokuspunkte zu setzen und eine klare, sowie erreichbare Vereinbarung für beide Seiten zu treffen. 

Mit unserer über 10-jährigen Messdienstleistungs- und Ausschreibungserfahrung, ist advilo hierbei ihr starker Sparringspartner. Gemeinsam mit Ihnen erstellen wir eine Ausschreibungsstrategie voll und ganz nach Ihren Belangen und richten somit Ihre Hausverwaltung optimal für die Zukunft aus. 

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